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Sausercup, 4./5. Oktober 2003
 
Viel Regen und einen massiven Temperatursturz, dies waren die Wetterprognosen für den Bieler Sauser-Cup mit dem Jahrgang 2003. 13 Piraten- und 30 «420er»-Mannschaften waren mit ihren Booten in die herrliche Region des Bielersee gereist. Nach den vergangenen extrem heissen und schönen Sommermonaten, hiess es diesmal die Regenkleidung hervorzuholen.

Punkt 13.30 Uhr trafen sich die Mannschaften zum Skippermeeting. Der Regen hatte glücklicherweise ausgesetzt und ein kräftiger Westwind mit 3–4 Bfd. (in gewissen Böen auch 5 Bfd.) bildeten mächtige Wellen auf dem See. Am Samstagnachmittag konnten bei den tollsten Windbedingungen drei faire Wettfahrten gesegelt werden. Die kompetente Wettfahrtleitung des Yacht Club Bielersee brauchte nur vereinzelt die Startlinie neu auszurichten. Oefters zeigte sich überraschend die Sonne zwischen den dunklen Wolken. Die so entstandene Farbenpracht zu Wasser und zu Land, zeigten uns von Neuem in welch schönem Regattarevier man sich befand.

Die drei Regatten wurden mit dem «Up and down»-Kurs ausgetragen. Auf den langen Spikursen stellte man meist keine grosse Klassamentveränderungen fest. Viele Mannschaften vermissten den liebgewonnen Dreiecks-Kurs, der an der Raumboje zu taktisch geschickten Manövern zwang. Dort konnte mach verlorenes Terrain wiedergutgemacht werden. Auch die langen Spikurse am Samstag, brauchten einigen Erfahrungsschatz um keine Rangverluste bei diesen «Bananen-Kursen» einzufahren.

Die Favoriten dieses Nachmittags waren die zwei Boote der Gebrüder Maire vom Basler Segelclub:
Martin Maire/Renée Grandjean auf SUI 518 und Nicolas Maire/Nina Klingler auf SUI 516.
SUI 518 setzte sich auf der Startkreuz meist vom Feld ab und rundete die Luvboje als Erster mit einem Vorsprung von mehreren hundert Meter. Seine Platzierung mit einem 3. und zwei 1. Plätzen reichten für den Gesamtsieg. «Hängen und nochmals Hängen» dies war das Grundrezept von SUI 518. Mit wenig Krängung und viel Tempo gelangte sein Boote schnell durch die Regattabahn, welche mit hohen Welle durchsetzt war.
Sein Bruder auf Panic SUI 516 mit einem 1. einem 2. und einem 4. Platz (unglücklicher Start) reichte es auf den 2. Schlussrang.
Die Mannschaft Elsener/Lacher auf SUI 500 schaffte es nicht an den beiden Gebrüdern Maire vorbeizugelangen und musste sich zweimal mit einem 2. und einmal einem 3. Platz begügen. Die Piraten Mannschaften kämpften hart und freuten sich anhand der super Bedingungen.

Geduld und nochmals Geduld forderte der Sonntagvormittag, seitens der Teilnehmer sowie der Wettfahrtleitung. Nach langen Warten setze sich vermeintlich ein Wind aus südlicher Richtung durch. Die Luvboje wurde gesetzt aber die erneut drehenden Winde aus nord-, west- und südlicher Richtung zwangen die Wettfahrtleitung um 13 Uhr zum Abbruch. Ein vierter Lauf konnte am Sonntag leider nicht mehr gesegelt werden. Manch ein Segler war froh, der noch ungewohnten Kälte auf dem Wasser an Land mit warmen Getränken entgegenzuhalten. Bei der Rangverkündigung genossen die Segler einen zuckersüssen «Sauser» des Jahrgangs 2003.


Stormboy, SUI 500