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Rheinregatta Kaiseraugst vom 29. bis 30. August 2009

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Kaiseraugst im Sommer, ein völlig neues Erlebnis. Angesagt schönes Wetter und Bise, aber die Basler wollens anders: Westwind, also Wind gegen Strom. Bei mir Hektik und Panik, ich habe vergessen, dass mein Boot zuletzt am Jugendsegellager Wasser gesehen hat. Das heisst: nur alte Segel an Bord, Handschuhe, Schwimmweste, Fockschot Fehlanzeige, diverse Trimmeinrichtungen verändert, aber zum Glück wenigstens der neue Spi dabei. Dank gütiger Geduld der Wettfahrtleitung ( Andi Grieder und Simon Roelly, die ihre Aufgabe souverän lösten ) waren schliesslich doch alle 20 ! Piraten an der Startlinie. Der Wind drehte stärker als wir uns gewohnt waren, auch war er böig bis bockig. So kam es immer wieder vor, dass hintere Boote auf die vorderen auffuhren, für die Führenden immer wieder echt nervenaufreibend. Auch waren die bekannten Schleichwege keineswegs immer bevorzugt, gutes Beobachten und rasches Reagieren war wichtig. Trotzdem segelten die Vordersten in allen vier Läufen vom Samstag sehr konstant.
Am Abend nach geschlagener Schlacht zogen die Basler, allen voran die Gebrüder Maire, eine grosse Kochshow ab: nebst reichhaltigem Aperobuffet wurde an drei grossen Pfannen gebrutzelt, gewerkelt, gerührt, begossen dass uns das Wasser im Munde zusammenlief. Für die vorzügliche Paella mit und ohne Meerfrüchte nochmals herzlichen Dank! Nach dem Essen genossen wir in der extra aufgebauten Riverside- Bar unter der Clubhausterasse Mojito, Caipirinha etc und lauschige Musik ( für einmal keine Chilbiorgeln und Guggenmusik ). Das Uebernachten war dank einer leerstehenden Wohnung in Andi Grieders Haus kein Problem und Martina verwöhnte uns zum Frühstück, auch ihr herzlichen Dank.
Am Sonntag dann die grosse Frage: kommt die Bise oder nicht? Scheues Gekräusel auf dem Wasser deuteten daraufhin, aber der Aufruf zum Boote einwassern stiess vorerst auf zivilen Ungehorsam. Erst als der Wind wieder auf West drehte, konnte ein kurzer Lauf noch eingefahren werden, dann war definitiv Ende der Wettfahrt.
Die Rheinpiraten scheuten keinen Aufwand um ein Wochenende der Superlative zu gestalten; an der Preisverleihung versprachen sie sogar, nächstes Jahr die Chilbi vorzuverschieben ( ich fand es auch ohne super ). Jedenfalls wird das Wochenende schwierig zu überbieten sein ( vielleicht doch wieder einmal Spanferkel? ), wir kommen gerne wieder, nochmals herzlichen Dank.


SUI 529