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Anforderungsreicher Saisonauftakt im Rietli

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Am Wochenende vom 25 und 26 April trafen sich leider nur 14 Piraten nebst den ebenfalls traditionellen Finnen zur ersten Regatta 2009. Leider konnte der 15. Pirat, Adrian Elsener, wegen einer Verletzung nicht teilnehmen, wir wünschen ihm eine rasche Genesung. Die Wetterlage liess nach kräftiger Bise am Freitag starken Föhn erwarten und die Fallböen vom Rorschacherberg sind gefürchtet. Jedenfalls wurden bei schönem und warmem Wetter die Boote aufgeriggt und neue ( Stefan Fels mit 533 „Paule“ ) und frisch restaurierte ( Tanja Stoller mit 446 „Fleur Gitane“, ex Yogi II ) inspiziert und fachmännisch kommentiert. Der See war weitgehend flach. Trotzdem liess die Wettfahrtleitung bald auslaufen, das Warten wurde also aufs Wasser verlegt. Der Wind drehte von Ost über West zur Bise, Karussellfahren. Nach einigen Startversuchen stellte sich doch eine akzeptable Bise ein, so dass 3 relativ kurze Läufe gesegelt werden konnten. Pechvogel des Tages war Pascal Maire mit Nina Klingler, bei denen auf dem ersten Spikurs das Grosssegel von oben kam, defektes Fall, Ende des Tages! Im dritten Lauf kam es dann zu einem kräftigen Dreher, so dass die letzten beiden Schenkel zu einem Paradesegeln hintereinander wurden. Ueberlegener Tagessieger war Stefan Fels mit Timo Naef, die drei souveräne Laufsiege erzielten.
Am Abend zeigten die neue Klubhauscrew und der neue Küchenchef nach einem von den Finnen gespendeten „Einlaufbier“ ( besten Dank! ) mit einem Salatbuffet mit Grillsteaks sowie einem leckeren Dessertbuffet ihr Können. Und draussen rauschte der Föhn in den Bäumen und liess die Fallen an den Masten klingeln.
Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 9 Uhr antreten, ein flacher See verspottete die Sturmwarnung, die ein Auslaufen verbot. Nach einiger Zeit sah die Sturmwarnung ihre Sinnlosigkeit ein und liess uns bei schwachem und drehendem Wind auslaufen. Dasselbe wie am Vortag, Startversuche und Abbrüche, bis sich dann doch der West durchsetzte und die vierte Wettfahrt begann. Pechvogel des Tages erneut Panic: kurz vor der ersten Boje hingen Nina und Pascal voll in den Gurten, als plötzlich eine Bisenbö in den Westwind knallte und die beiden eine Luvkenterung mit anschliessendem Upside down nicht mehr verhindern konnten. Ende der Stange für die zwei. Krönender Abschluss des fünften Laufes: kurz bevor die ersten Boote unter Spi die letzte Leetonne erreichten, setzte der Föhn knallhart ein. 7 Windstärken liessen den letzten Schenkel platt vor dem Wind auch ohne Spi zu einer einzigen Gleitfahrt werden, mein Pirat lief wie mit 20 PS am Heck! Dafür wurde die Rückfahrt gegen den Föhn zum Hafen eine strapaziöse Angelegenheit. Grösseren Bruch gabs glücklicherweise nicht. Erneut souverän Stefan Fels mit zwei weiteren Siegen, so dass er am Schluss nicht wusste, welchen ersten er streichen soll. Die Wettfahrtleitung war kompetent, rasch entschlossen, jedoch mit teils feuchten Schüssen ausgestattet. Dem Club herzlichen Dank für das gelungene Wochenende, wir kommen gerne wieder.

SUI 529 Epaminondas