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Rietli, das Alternativprogramm vom 24./25. April 2010

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Wieso Alternativprogramm, es ist doch wie immer? Nein, es ist immer wieder anders, wir haben schon Schneeschauer erlebt und gefroren wie Schlosshunde, letztes Jahr erlebten wir einen Föhneinbruch mit Vollgleiter die ganze „Zielkreuz“ und diesmal? Zusätzlich zu den obligaten Finnen ein gemischtes Völklein auf Euromotten und Frühsommerwetter mit einer Hochdrucklage, die windmässig die schlimmsten Befürchtungen weckte.

Aber der Reihe nach: Ankunft in der Sonne bei sehr angenehmen Temperaturen, einzig der See war eindeutig ( für die herrschenden Temperaturen ) zu kalt. In aller Ruhe aufriggen, Winterschäden ausbessern, klönschnacken, Startverschiebung. Das Design von Stefans Strandcafe bewundern, Neuerungen suchen, Ratschläge verteilen, neue Beschläge suchen und so weiter. Die neue Küchenbrigade musste auch getestet werden, sie zeigte sich anfänglich noch etwas scheu, aber niemand blieb hungrig oder durstig. Schliesslich schickte uns die Wettfahrtleitung im Anblick einer kaum erkennbaren Westströmung auf den See, wo wir wieder einige Zeit mit dümpeln verbrachten. Nach erfolgreichem Start dümpelten wir recht geordnet um die Bojen und dachten langsam ans Nachtessen, als wir überraschender-weise nochmals starteten. Nach erster Schleife wurde Bahnverkürzung angezeigt, die Zielkreuz wurde mehrheitlich im System Treibholz bewältigt. Ich erwischte offensichtlich eine besonders gute Strömung, die mir schliesslich zum Schreiben dieses Berichtes verhalf. Die Wettfahrtleitung liess diesen Lauf nur durchgehen, da sie befürchtete, dass am Sonntag gar nichts mehr laufen würde. Diese Befürchtung sollte sich dann vollständig als richtig erweisen.

Nach ( verdankenswertem ) Freibier zeigte die Küchenmannschaft mit Salatbuffet, Gegrilltem und einem feinen Dessertbuffet ( ohne Finnenkuchen ) ihr ganzes Können; der Einstand ist für mich ganz klar geglückt. Eine weitere Alternative? Die Bunkerbar wurde im Anbetracht der letztjährigen Bedrängnis kurzerhand ins Clubhaus verlegt, so dass der Getränkezugang ( und das Geldabladen ) eindeutig erleichtert wurde.

Nach individueller Zimmerstunde war der Sonntag sehr geruhsam. Die befürchtete Flaute erwies sich als so konstant, dass wir das Ufer nicht mehr verliessen und die Preisverteilung sowie die Verlosung der Sponsorengeschenke vorzeitig erfolgte. Ausser Jassen und Zusammenpacken war keine Aktivität mehr gefragt. Die Rangliste zeigt auch einige markante Sprünge, nicht alle waren zufrieden, aber die Strömung in der Rorschacher Bucht war schon immer für Überraschungen gut. Und nächstes Jahr, was für ein Programm findet dann statt?

SUI 529, Dani Rainer