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Zugerseeregatta vom 24./25. September 2011-09-26

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oder wenn der Wind nicht will wie die Wettfahrtleitung es sich vorstellt

Das ist nicht fair, schon wieder muss ich den Bericht dieser Regatta schreiben, immer wieder trifft es mich. Wer hat diese Regelung erfunden, dass der Drittplatzierte den Bericht schreiben muss, es könnte ja auch der siebte sein oder man könnte jedesmal den Berichtschreiber auslosen, aber dann würde es sicher auch wieder mich erwischen, oder man könnte mit einem Dart auf die Rangliste werfen ( Verzeihung, die Darts waren ja auch an der Regatta, die hab ich nicht gemeint, das wäre dann doch ein zu grosser Kraftakt ) aber am Ende wäre ich doch wieder dran. Darum schreibe ich jetzt einfach den Bericht, auch  weil es mir wieder in den Sinn kommt, was wir an der letzten Vorstandssitzung besprochen haben, nämlich: dass jeder, der den Bericht nicht innert zwei Wochen beim Webmaster Nicole Brönnimann ( info@piraten.ch )abliefert, bei nächster Gelegenheit ein Freibier für die Piraten ausgeben muss. Wobei nicht die Meinung ist, dass man sich damit vom Berichtschreiben freikaufen kann, die Zweiwochenregel läuft weiter. Und jetzt hab ich schon so viel geschrieben nur noch nichts von der Regatta
also:

Für das Wochenende war ein sehr stabiles Hoch angesagt, was die Aussicht auf viel Wind von Anfang an trübte. Da der Zugersee nicht für seine Thermik berühmt ist, machten es sich die 16 Piratenmannschaften erst mal gemütlich. Endlich wurde im Clubhaus die Terrasse um zwei Stufen erhöht, so dass man auf den See sehen konnte, wo sich ein sehr löcheriges Südwindchen tummelte. Die Wettfahrtleitung bestand auf Bise, der Wind nicht. So liefen wir einmal aus und erreichten mit Müh und Not den Startplatz, wo wir Kreise drehten. Die Bise wollte nicht, der Südwind konnte nicht mehr, so dass wir unverrichteter Dinge wieder in den Hafen geschleppt wurden, wo das eine oder andere Bierchen genossen und verschiedene Gesellschaftsspiele gespielt wurden. Um ca 16 Uhr hatte sich das Südchen wieder etwas vom Mittagsschlaf erholt, so dass wir erneut ausliefen und vom langen Warten angespannt den ersten Frühstart produzierten. Der zweite Start gelang, nachdem auch die Drachen ihren Frühstart wiederholt hatten, wobei die Bojenseite bevorzugt war. Die Routenwahl war etwas Glückssache, der Vorwind schien mir unendlich lang, so dass wir froh um die Bahnabkürzung waren. Etwas überraschend lief der Lokalmatador Köbi Schildtknecht mit seinem bald 50 jährigen Cipo SUI 371 als Dritter über die Linie. Erstaunlicherweise hielt der leichte Wind durch, so dass wir noch einen zweiten Frühstart mit erfolgreicher Wiederholung durchführen konnten. Der Zieleinlauf zeigte dann doch eine ziemlich andere Reihenfolge, und das Segeln im Licht der untergehenden Sonne war traumhaft. So gab es ein recht spätes Abendessen, das von der Zuger Küchencrew mit viel Einsatz zubereitet wurde. Überhaupt verdiente sich die Küchenmannschaft ein grosses Kompliment, auch am Sonntag wurde als Mittagessen ein ausgezeichnetes Risotto gekocht, bezüglich Essen und Trinken blieben keine Wünsche offen.

Ein mittlerer Schock war dann dagegen die Startzeit für den Sonntag: da es etwas Wind habe, solange Nebel liege, sollen wir um 09 30 im Startgebiet auf dem See bereit sein! Das Dumme nur, am Sonntagmorgen konnten viele verschlafene Gesichter keinen Nebel, dafür einen spiegelglatten Zugersee sehen. So wurden erneut die Spiele ausgepackt, an Booten und Trimm gefummelt und mögliche Teilnehmer für den Susercup, der auf den 8./9. Oktober verschoben wurde, umworben bzw die Boote verteilt. Nach dem bereits erwähnten Mittagessen machte ein erneut sehr schwaches Lüftchen aus Süden die Wettfahrtleitung nervös, so dass sie uns knapp vor 14 Uhr nochmals aufs Wasser schickte. Es reichte erneut knapp bis zum Startboot, dann war definitiv vorbei. Auswassern, Boote zusammenpacken, ein Bad im immer noch angenehm warmen Zugersee und die anschliessende Rangverkündigung beendeten ein sonnig warmes, windarmes Segelwochenende, das so anders aussah als vor einem Jahr. Noch eine Regatta in Biel, zu der sich hoffentlich erneut mindestens 15 Piraten treffen, und die Saison ist schon wieder vorbei und die Rechnerei um den Cup und die Bestenliste beginnt. Apropos Bestenliste: diejenigen, die im Ausland regattiert haben, sind selbst verantwortlich, dass diese Ergebnisse in die Bestenliste aufgenommen werden. Sie sollen die entsprechenden Ranglisten baldmöglichst an Andreas Fleisch ( andreas.fleisch@bluewin.ch ) weiterleiten, der sich verdankenswerterweise bereit erklärt hat, die mir unverständliche Rechnerei durchzuführen.
Dies ist mein letzter Bericht in diesem Jahr, ich bedanke mich für Eure Geduld beim Lesen und bis zum nächsten Wiedersehen Euer

Epaminondas  SUI 529