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Premiere im Rietli  28./29. April

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Stellt Euch vor, 20 Piraten am Start  und es hat keinen Wind! Absolut vorstellbar.

Stellt Euch vor, 20 Piraten am Start  und es hat zuviel Wind! Unvorstellbar aber Tatsache!

Seit bald 40 Jahren regattiere ich mit dem Piraten, aber das hat es noch nie gegeben. Nach dem Skippermeeting am Samstag wollten wir bei viel Föhn auslaufen, aber bevor das erste Boot im Wasser war kehrte der Bojenleger um, weil die Sturmwarnung auf Frequenz 90 hochschaltete. Nach diversen Telefonaten mit Wetterdiensten beschloss die Wettfahrtleitung, am Samstag keine  Wettfahrt mehr anzusagen. Nicht einverstanden damit war Markus Peyer, der offensichtlich sein Boot auf Stabilität überprüfen wollte. Das Experiment endete nach einer Viertelstunde im Wasser und der Niederholer quittierte seinen Dienst. Aber dank des Föhns waren die Kleider trocken bevor das Boot aufgeräumt war. Somit blieb die Taufe von Shukra, SUI 534 von Rolf und Mara  Bertschinger , als einziger, sehr schöner Höhepunkt des Tages. Rolf hat sein Boot eigenhändig aus Tessiner Kastanie und Lärche gebaut und teilweise auch die Beschläge selbst hergestellt. Entstanden ist ein traumhaft schönes Schmuckstück, als Tüpfchen auf dem I gabs zur Taufe sogar Guetsli in Beilform! Herzlichen Glückwunsch und Mast- und Schotbruch und immer eine Handvoll Wasser unter dem Kiel!

Das Nachtessen wurde von den Kochpiraten zubereitet und war sehr schmackhaft, bei sommerlichen Temperaturen konnten wir bis spät in die Nacht im T-Shirt und kurzen Hosen draussen diskutieren und jassen.

Die Nacht im Zelt wurde wegen des Föhnsturms sehr unruhig und geprägt von der Angst, das Zelt  halte nicht stand. Die Befürchtung bewahrheitete sich erst am Morgen beim Aufräumen, zu diesem Zeitpunkt wurden auch die stärksten Böen  gemessen: Spitze 10 Bf!

Und fliegendes Wasser über dem See und eine unentwegt blitzende Sturmwarnung.

Nach erneuter Rücksprache mit den Meteos entschloss sich die Wettfahrtleitung um 11 Uhr, die Wettfahrt definitiv abzubrechen. Nachdem alle ihr Boot reisefertig hatten, schwächte sich der Föhn ab und die Sturmwarnung schaltete auf Vorwarnung zurück. Die nach wie vor heftigen Böen mit massiven Drehern hätten jedoch keine saubere Wettfahrt mehr zugelassen.

Fazit:

-20 Piraten vor Ort

-ein neues Boot getauft

-7 neue Junioren dank der Arbeit von Stefan Fels und Timo Näf

-tiefste Temperatur in der Nacht rekordverdächtige 25,2°

-erstmals keine Ersatzcupregatta

-die Schweizermeisterschaft in Luzern ist gesichert

Hoffentlich bleibt die Beteiligung an den nächsten Regatten ebenso erfreulich!

Epaminondas, SUI 529