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Sihlsee 16./17. Juni 2012

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Die Piraten durften erstmals zu einer Frühlingsregatta am Sihlsee antreten.  Der Wetterbericht versprach Wärme, wenngleich dem bisherigen Vorsommer mit ‚Wackelkontakt‘ entsprechend eine Störung für die Nacht auf Sonntag prognostiziert war. Schlussendlich teilten sich 14 Piraten (die Junioren haben bereits mit dem Zeugnis-Endspurt zu kämpfen) mit 14 Tempest, 14 Fireball und 6 Laser den nicht üppig grossen Platz an Land. Die Wettfahrtleitung versuchte das Feld so schnell wie möglich aufs Wasser zu bringen, denn es zog erwartungsgemäss Thermik auf.

Vor wunderbarer Voralpenkulisse konnten am Samstag vier schöne Läufe bei 2-3 Bft ausgetragen werden. Der dritte Lauf wurde verkürzt, was nicht alle so genau mitgekriegt hatten – insbesondere die eigentlich Führenden nicht. Förmlich überschwer wog das viele Wasser, das sich heimlich durch eine offen gebliebene aber sonst so hoch gelobte Hecktankentleerung eingeschlichen hatte – der Gang an Land ward unvermeidlich. Und dafür kam im Tank ungeahntes Treibgut wieder zum Vorschein;  halt eben ziemlich nass.  Am Ende des Tages war die Lage völlig offen, denn die drei ersten Mannschaften trennte ein erster Platz bzw. ein winziger Punkt!

Der Segelclub Sihlsee mit den vielen, talentierten, schuftenden Helfenden verwöhnten die Segler mit einem feinen, gemütlichen Nachtessen samt grandiosem Dessertbuffet – vielen Dank!  Aus unerklärlichen Gründen ging eine Information betreffend Piraten im Vorfeld an die Veranstalter, als dass jeweils Unmengen harter Drinks konsumiert würden. Nun gibt es ein Gerücht, dass die Veranstalter auf ihren Grosseinkäufen sitzen blieben, was allerdings in der Innerschweiz eher ein temporäres Problem sein dürfte.  

Somit endete der Samstag mit der Feststellung: ‚les absent ont toujour tort‘. Wir hätten gerne zumindest ein 15. Boot im Rennen gehabt.

Zuerst fing am Sonntag trotz verhangenem Himmel alles gut an: Der Spezialwunsch für ein tolles Frühstück für die am See übernachtenden Piraten (und unter neidischen Blicken nur für die!) wurde von der SCS-Küchencrew in die Tat umgesetzt - bravo. Dann traf man sich mit Skepsis auf dem Wasser. Diese wurde leider im 5. Lauf bestätigt, denn es gab so einige Möglichkeiten, wie man sich bei den nicht sehr konstanten Winden unplanbar in Parkieren oder in Davonstehlen üben konnte.

Danach war es von Vorteil, dass wir nicht die schnellste Klasse waren, die zuerst starten musste. Die Tempest und Fireball wurden noch etwas in Bewegung gehalten, ohne dass mehr als eine Startkreuz herausschaute.  Obwohl der Wolkenvorhang die Berge wieder freigab und damit Voraussetzungen für Thermik schaffte, wollte diese nicht durchziehen. Den Junioren wurde es schnell langweilig und man veranstaltete Wettpaddeln, Wasserschlacht, Mastumarmis und Windexkillis. Schlussendlich zog es die Mehrheit des Feldes Richtung Liegeplatz. Die Wettfahrtleitung erkannte die hoffnungsarme Situation und entliess die Boote über eine Stunde vor der letzten Startmöglichkeit, ohne dass die Venti sich noch erhoben hätten.  
  
Bei der Preisverteilung gab es auch für jede Piraten-Crew eine DVD mit Bildern vom Pfäffikersee und von der SM; letztere sind nur für den privaten Gebrauch ©!

Es brauchte zum Schluss gehörig Geduld, die Fahrzeuge zu entflechten und alle Mitfahrenden einzufangen, damit die Gespanne auf die Heimreise gehen konnten. Wie auch immer, es war ein schöner Anlass und doch hoffentlich bis zum nächsten Jahr.

Gruss Chaotic