Untitled Document

Internationale Deutsche Meisterschaft - Schwerin

[zurück]

 
Internationale Deutsche Meisterschaft in Schwerin vom 27. bis 31.08.2014

Da unsere letzte grosse internationale Regatta schon fünf Jahre her ist, wollten wir diese Saison nutzten, um wieder einmal international zu segeln. Da die Österreichische und unsere Meisterschaft zur selben Zeit stattfanden, entschieden wir uns an der Deutschen Meisterschaft in Schwerin teilzunehmen.

Für die Meisterschaft meldeten sich 40 Piraten, darunter drei Teams aus der Türkei und je eines aus Österreich und der Schweiz. Neben den Piraten meldeten sich 38 Ixylons, welche ebenfalls auf dem Schweriner See um den Deutschen Meistertitel segeln würden. (Für alle die nicht wissen, was eine Ixylon ist: Die Ixylon ist eine Vollkunststoffjolle, mit Ursprung in der DDR, die leicht grösser ist als der Pirat und zudem mit Trapez und Kimmschwertern ausgerüstet ist.)

In der Nacht vom Montag auf den Dienstag fuhren wir die knapp 1000 km von Wil nach Schwerin. Nachdem wir unser Boot auf dem Gelände des Yacht Clubs abgestellt hatten, bezogen wir unser Ferienhaus, welches gerade mal gute 100 Meter davon entfernt war. Anschliessend an eine kurze Erholungspause und einen Spaziergang durch die Altstadt Schwerins, stellten wir unser Boot auf und stiessen dabei auf weitere Piratsegler, die ebenfalls schon angereist waren.

Am Mittwoch stand dann die Vermessung auf dem Programm, welche wir gleich als erste hinter uns bringen konnten. Den Nachmittag nutzten wir dann, um bei schönstem Wetter und ca. 2 bis 3 Bft den Schweriner See kennenzulernen. Am Abend wurde zuerst noch das neue Boot der Lehners getauft, bevor die Meisterschaft offiziell eröffnet wurde. Der erste Start für die Meisterschaft am Donnerstag war auf 12 Uhr angesetzt. Die Windprognose liess uns aber nicht gerade optimistisch gestimmt zu Bett gehen.

Um vom Yacht Club ins Regattarevier zu segeln dauert es je nach Windverhältnissen bis zu einer Stunde. So liefen die meisten Segler schon vor 11 Uhr aus, um an den Untiefen vorbei in „sicheres“ Gewässer zu gelangen. Leider kam den ganzen Tag nicht genügend Wind auf, um eine Wettfahrt zu starten. Die Prognosen für Freitag liessen uns aber hoffen, dass die Meisterschaft schon am Samstag beendet werden könnte und der Sonntag nicht als Reservetag genutzt werden muss.

Als wir am Freitag beim Yacht Club ankamen, war zwar etwas Wind auf dem See zu entdecken, aber leider nicht die angesagten 8 bis 10 Knoten. So starteten wir wie angekündigt um 10:30 Uhr bei etwa 2 Beaufort. Gesegelt wurden sogenannte Inner- und Outer-Loop Kurse, eine willkommene Abwechslung zu den bei uns gesegelten Up-and-Down Kursen. Das Gedränge an der Startlinie fiel einiges harmloser aus, als wir uns vorgestellt hatten. So kamen wir bei den Starts relativ gut weg, hatten dann aber mit den Bojenrundungen zu kämpfen, da jeweils das halbe Feld gleichzeitig an der Leetonne ankam. So waren wir am Ende des Tages mit unseren Platzierungen in den drei gesegelten Läufen nicht zu frieden. Am Abend erfolgten die Tagessiegerehrung sowie eine Tombola mit diversen Preisen. Anschliessend daran fanden die Hauptversammlungen von den Ixylons und den Piraten statt. Bei den Piraten war mit einer Kampfwahl um das Präsidium sicher genug Diskussionsstoff vorhanden.

Auch am Samstag sah es zuerst nach weniger Wind aus als angesagt war. Doch als um 10:30 Uhr der erste Lauf mit den Piraten gestartet wurde, hatte der Wind auf 3 bis 4 Bft. aufgefrischt. Dass wir nicht die einzigen waren, die sich über etwas mehr Wind freuten, zeigte sich am aggressiveren Startverhalten des ganzen Feldes. So gab es zuerst einige Startübungen, bevor die „Black Flag“ gezogen wurde. Diese Flagge sollte uns den ganzen Tag über an der Startlinie begleiten. Im ersten Lauf konnten wir unsere Strategie ziemlich gut umsetzen und kamen so auch vor dem Pulk zur ersten Leetonne und beendeten den Lauf als 16. Die folgenden drei Läufe liefen dann schon wieder nicht mehr so gut und am Ende war es Rang 34 für uns. Vor der Euro nächstes Jahr wäre also noch etwas Übung in einem grösseren Feld nicht schlecht. Gewonnen wurde die Meisterschaft von Ines Pingel-Heldt und Thomas Heldt, die ihren ersten Deutschen Meistertitel im Piraten feiern durften. Wir verabschiedeten uns schon bald nach der Preisübergabe, da die Fahrt nach Hause so ziemlich den ganzen Sonntag in Anspruch nehmen würde.

Die ganze Meisterschaft war eine schöne Veranstaltung und wir freuen uns auf die Europameisterschaft am Traunsee.

SUI 530 Andreas und Fabian