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Sihlsee zum Dritten

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Zum Wochenende vom 14./15. Juni lud der Segelclub Sihlsee zur Regatta, und zum dritten Mal folgten die Piraten der Einladung. Das erste Mal waren die Tempest dabei, letztes Jahr die Fireballs und dieses Jahr die O-Jollen, somit war für mehr Gemütlichkeit gesorgt. Altersmässig beginnen die dort, wo bei uns die obere Grenze ist, aber ihr Boot ist auch etwas älter, wurde es doch für die Olympiade 1936 gezeichnet. Allerdings haben die auch mächtig aufgerüstet, unglaublich was für den Trimm eines einzigen Segels nötig ist!

Also zum Geschehen:
Bei jedem Bericht soll das Gute zuerst erwähnt werden: Der Sihlsee ist einfach ein wunderschönes Regattarevier! Die Gastfreundschaft des Clubs, insbesondere der Clubhauscrew, die für die Verpflegung zuständig war, grossartig. Was wir für ein Frühstück erhielten ( trotz strengstem Campingverbot konnten wir wie jedes Jahr auf dem Gelände zelten ): super. Die Wettfahrtleitung war wie gewohnt effizient ( ausser dass die dringend notwendige Korrektur der Startlinie zu lange dauerte ). Das Wetter spielte mit, trotz nasser Ankündigung kamen wir ohne Regen über das Wochenende. Und das Beste: auf der Rangliste stehen 15 Piraten, somit haben wir bereits zum 4. Mal das notwendige Quorum erreicht! Es war zwar ein rechter Chnorz: am Samstag konnten wir uns ausrechnen, dass bis Sonntag abend nur 14 Boote auf der Rangliste stehen. Daraufhin packte Markus Peyer seine Chinook zusammen, fuhr nach Hause und kam am Sonntag mit dem Chnorzi, das mit einer neuen Crew bestückt wurde, somit stehen 15 Boote auf der Rangliste.

Was gibt es denn zu reklamieren?
Eigentlich nichts, gegen den Wind zu protestieren nützt ja schliesslich nichts! Bei schönem Wetter gibt’s ja Thermik, und die ist nicht gerade für Konstanz bekannt. Wenn jedoch zur Nord-Süd-Thermik noch eine starke Bise mitmischt, wird es echt schwierig ( vgl Startlinie! ).

Wenn der Wind einmal rechts und einmal links vom nächsten Hügel durchbläst, entstehen Dreher bis zu 90°und die Windstärke schwankt zwischen 0,05 und 4,5 Bf. Die Rangliste zeigt dementsprechend auch ungewohnte Platzierungen, und die wenigsten kamen ohne Ausrutscher durch. Aber bei 8 gesegelten Läufen ( die O Jollen hatten nach 7 genug ) konnte mit dem Streicher das gröbste ausgebügelt werden. Ich weiss nicht wie es den andern gegangen ist, ich war jedenfalls ziemlich erledigt; Segeln ist jedenfalls ( auch wenn das gewisse Leute nicht wahrhaben wollen ) eindeutig Sport und kann durchaus in Anstrengung ausarten. Ich hoffe dass wir auch nächstes Jahr wieder mit mindestens 15 Booten am Sihlsee dabei sein dürfen, ich bin jedenfalls dabei!

SUI 533, Epaminondas