Première

 

Zu allerersten mal seit der Schlacht bei Sempach, oder zumindest seit ich dabei bin ( und das sind doch 40 Jahre ) besuchten die Piraten den Sempachersee! Am 6. Und 7. Juni waren wir Gast beim Yacht Club Sempach. Im Städtchen zugast waren auch gefühlte 100 Blasmusikkapellen, was auch zu einigen Umleitungen und überfüllten Hotels und Restaurants führte. Das Clubgelände liegt sehr idyllisch zwischen Sempach und Nottwil, die alte Scheune, in der auch eine kleine Bootswerft untergebracht war, wird aktuell renoviert, so dass in 2 Monaten sehr schöne Clubräume entstehen. Durch diesen Umbau war auch die Gastronomie stark eingeschränkt, aber Getränke und Grillwürste standen genug zur Verfügung. Die Kontakte zum Club haben wir Stephan Fels zu verdanken, der Club würde sich sehr freuen, 2016 die SM für uns auszurichten. So konnte der Anlass zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt werden. Der Präsident Peter Täschler und der Sportchef Markus Zenklusen bemühten sich sichtlich um unser Wohlergehen und fanden zum Abschluss, dass wir eine sehr gute Klasse seien und sie sich auf die SM freuten. Geplant ist eigentlich eine gemeinsame SM mit den Tempest Ende August, ich habe mich jedoch wegen den Jugendlichen für Auffahrt starkgemacht, die Diskussion ist noch offen. Für Rückmeldungen bin ich sehr dankbar.

Wettermässig war Hitze und ein flaches Hoch mit Gewittern am Abend angesagt, so dass kaum Wind zu erwarten war. Nach teils dringend notwendigem Abwarten ( Fockfall flicken, Verschlafene begrüssen etc ) liefen wir dann doch bei leichtem Nordost aus. Wunderschön, keine Motorboote und deshalb auch keine Wellen und Ruhe. Leider drehte der Wind schon vor dem Start, so dass die Luvtonne verschoben werden musste. Wegen dieser Verzögerung reichte die Zeit bis zur totalen Flaute nur noch für einen mühsamen abgekürzten Lauf, nach dem viele Piraten erstmals dringend ein Bad benötigten. Nach einem abgeschossenen Lauf und längerem Warten hiess es zurück an Land, doch bevor die Boote ausgewassert waren kam nochmals etwas Wind auf, also zurück zum Start. Der Wind drehte jedoch so stark vor dem Abstellen, dass an einen Start nicht mehr zu denken war. Den Abend verbrachten wir beim Campingplatz im Selbstbedienungsrestaurant direkt am See und genossen bei aufziehendem Gewitter einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Nach heftigen Gewittern in der Nacht war es am Morgen wieder erstaunlich schön, was um weitere Wettfahrten fürchten liess. Also erneut erstmals warten, dann auslaufen und draussen auf Wind warten. Der zeigte sich erneut als völlig unbrauchbar, ohne Startversuch zurück an Land und warten bis zur Preisverteilung. Als Erinnerungspreis gabs ein IKEA-Windlicht und wir konnten frühzeitig den Heimweg antreten. Gewonnen wurde die Wettfahrt trotz Übermüdung von Stephan Fels mit Patrick Ruf vor den Vögelis und Nicole Aeschlimann als meine Vorschoterin.

 

SUI 533 Epaminondas