Susercup vom 10./11. Oktober 2020 oder wie mit Schwierigkeiten umgehen

Eine erste Schwierigkeit war schon beim Melden zu bewältigen, konnte  man doch über manage2sail sehen, dass sich viele Finnen angemeldet hatten, aber nichts von den Piraten. Erst kurz vor der Regatta war dann das elektronische Melden doch noch möglich, sofern man über einen Internetanschluss verfügt. Das Erstaunen der Wettfahrtleitung über eine physische Anmeldung vor Ort war dann doch ziemlich gross.

2. Schwierigkeit: die Wetterprognose. Kalt, regnerisch, flache Druckverteilung, nicht sehr vielversprechend. Umso grösser die Überraschung, wir blieben trotz dunkelsten Wolken von Regen verschont, zeitweise schien sogar die Sonne, also durchaus ein angenehmes Herbstsegeln.

Entsprechend das Problem für die Wettfahrtleitung, die von der Jollenkreuzerflotte gestellt wurde ( und ihre Aufgabe meiner Meinung nach hervorragend löste ): Was macht man bei Wind zwischen 0.1 Bf bis gut 3 Bf, zeitweise mit Parkplätzen gross wie der Pfäffikersee und zeitweise drehend um ca 40°? Die Lösung: Geduld, verkürzte Bahnen, ein abgeschossener Lauf und beten dass es gut kommt. Das Beten hat geholfen, am Samstagabend waren 3 Läufe gewertet. Wer die Rangliste ansieht, kann sich die Schwierigkeiten auf dem Wasser vorstellen, hatte doch fast jeder einen massiven Ausrutscher auf dem Konto. Dass am Sonntag unerwarteterweise die Sonne schien, der Wind dafür völlig ausblieb, so dass die Boote nicht einmal ins Wasser kamen, dafür kann die Wettfahrtleitung wirklich nichts. Die Finnen staunten über die verschiedenen Flautenaktivitäten der Piraten und einer konnte sogar zum Mitjassen motiviert werden.

Was machen 16 hungrige Piraten, denen der Club coronabedingt kein Nachtessen anbieten konnte? Dank Barbara konnten wir gemütlich und fein in Twann im Gasthof zum alten Schweizer essen und den Tag und diverse Segelmanöver durchhecheln.

Infolge der Flaute konnten wir die Boote im Trockenen und frühzeitig verladen und nach einer kurzen und knackigen Rangverkündigung waren alle rechtzeitig zuhause. Die ersten 3 durften grosszügige Gutscheine von Bucher+Walt  ( herzlichen Dank ) sowie lokalen Wein entgegennehmen.

Fazit: trotz angesagten Schwierigkeiten ein schönes Wochenende und ein versöhnlicher Jahresabschluss.

SUI 533, Epaminondas

Regattabericht Pfäffikersee 2020
 

Am Samstag um 13 Uhr konnten wir 9 Piraten und stolze 7 Yardstickboote zum Pfäffikersee-Cup begrüssen. Leider war zwar das Wetter recht schön, aber der Wind Mangelware, sodass wir am späteren Nachmittag zwar ausliefen, aber keinen Lauf starten konnten. Der einzige Wettkampf war die Paddelregatta in den Hafen zurück. Diese wurde von Fabian und Levi dank einem ausgeliehenen Zusatzpaddel gewonnen. Nach dem gemeinsamen Apéro beim Kiosk, zogen sich alle nach Hause zur Erholung zurück.

Am Sonntag war das Wetter noch besser als am Sonntag, der Wind aber leider nur marginal. Der Lauf auf Boje 2 war geprägt von knappem variablem Wind mit pendelnder Richtung. So gab es, abgesehen vom Zwirbel, die sich schon früh etwas absetzen konnten, sehr viele Positionswechsel. Sowohl auf der Kreuz wie auch auf dem Spinnakerkurs. So arbeiteten auch wir uns mit einem Schlag nach links vom 7. auf den 3. Platz vor. Nach dem Lauf hatte der Wind mehr auf West gedreht, sodass der nächste Start in Richtung Boje 3 los ging. Während des Startprozederes drehte der Wind nochmals kurz auf Boje 2, was bei gewissen Booten für etwas Verwirrung beim Anpeilen der Luvtonne führte. Da der Wind aber ziemlich eingeschlafen war, wurde der Lauf abgebrochen. Der Wind erlaubte danach leider keine weitere Wettfahrt mehr. Insgesamt ein schönes Seewochenende, leider aber kein wirkliches Regattawochenende.

SUI 530

 

 

Regattabericht  Kaiseraugst 2020
 
Von 3 Menschen verteilt auf 2 Boote in wechselnden Crews...
 
Nach dem Melden und dem Eintrag in die Contact- Tracing- Liste liefen wir aus und konnten schon bald starten. Nach einem B-Kurs segelten wir noch 5 A-Kurse. Die Zwirbel-Steuerfrau hatte nicht das richtige Equipment eingepackt und hatte darum weder Sonnenbrille noch Startuhr. Das zweite stellte sich zunächst als eher schwierig heraus. Zwirbel verpasste den Start und segelte mit immensem Abstand als letzte über die Startlinie. Der Wind war drehend und böig und es war nicht immer einfach, bei einem Feld von 15 Booten, seinen Platz zu behaupten… immer wieder kam es zu «Massenansammlungen» an der deutschen Leeboje, die dann von Anderen (öfters auch mal Zwirbel ;-) ) souverän umschifft wurden. Ausserdem machte uns die Strömung anfangs auf der Koroni ziemlich fest zu schaffen. Mit der Zeit wurden wir aber immer besser.
Zum Abendessen gab es eine leckere Paella und feines Dessert und der noch Koroni-Vorschoter rettete die Zwirbel Crew (und somit auch seine Sonntags-Steuerfrau) vor dem Verhungern, weil diejenige noch auswärts bei einem Apéro war und das Znacht fast verpasst hätte.
 
Am Sonntag segelten wir noch die übrigen 4 Läufe, allesamt A-Kurse. Da die übliche Zwirbel-Vorschoterin heimlich an eine Konfirmation abhaute, wurde sie durch den Koroni-Vorschoter kompetent ersetzt. Der Koroni-Steuermann hatte das Glück auch noch eine frisch ausgeruhte Vorschoterin an Bord begrüssen zu dürfen. 
Gegenüber vom Samstag hatte der Wind doch noch ein bisschen nachgelassen, zumindest zu Beginn. Mit der Zeit frischte dann der Wind auf. Und Schluss wurde es sogar wieder sonnig. 
Insgesamt war es ein wunderschönes Wochenende das uns für die vielen ausgefallenen Segeltage im Frühling entschädigte. 
 
Merci vielmal dem Basler Segelclub.
 
Die 3 Widmers