Regattabericht Murten 12. & 13. Juni 2021

Auch dieses Jahr starteten wir coronabedingt verspätet in die Saison. Dieses Jahr allerdings in Murten, was uns letztes Jahr vergönnt war. Trotz der langen Pause und dem top Revier hatten wir ein krass-grosses Feld von 6 Booten. Immerhin durften wir nach mehrjähriger Abstinenz ein schon fast vergessenes Gesicht wieder einmal begrüssen. Das Comeback wäre beinahe schief gegangen, denn sein Steuermann kam mit der für ihn üblichen Verspätung von ca. 2h an. Dafür spendete er an diesem heissen Tag selbstgemachte Thurgauer Rhabarberschorle und andere agronomische Erzeugnisse aus Mostindien. Als die Wettfahrtleitung auslief, dachten wir alle, das wäre eine Alibiübung, um die 40 Optimisten vom Fussballmatch fernzuhalten. Das blaue Boot musste seine überschüssige Energie mit einem Schwimmschlepp und Paddeln zum Startgebiet abbauen. Doch es kam anders: gegen den Abend frischte der Wind auf und es reichte gerade so für einen Lauf, an dessen Ende die führenden Piraten daran erinnert wurden, Kurskarten zu studieren, oder dem Vorschoter zu vertrauen. So gab es auf den letzten Metern doch noch Hektik und einige Rangwechsel.

Am Sonntag ging die Hektik schon von Anfang an los, die prognostizierte Bise stand früh, und die Wettfahrtleitung und ein Grossteil der Optimisten waren schon ausgelaufen, als die Mehrheit der Piraten am See eintraf. Trotzdem schafften es alle pünktlich an den Start. Das blaue Boot kämpfte mehr mit sich selbst und dem Boot, und kam nicht so richtig ins Segeln. Dafür kam das Rheinboot mit den recht wechselhaften Bedingungen weitaus am besten zurecht und schaffte es trotz zuweilen beträchtlichen Rangverschiebungen während der Läufe am Ende die Nase (fast) immer vorne zu haben. Zwischen die Brüderteams segelten sich die Schwestern auf den zweiten Rang, trotz einem Frühstart im letzten Lauf und etwas weniger Konstanz. So kam es am Murtensee zu einem reinen Geschwistertenpodest.

SUI 530